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Japan.-Delegationsreise 2012. Bilder:
Partnerschaftliches Treffen bei den 400 Jahr-Feierlichkeiten in Taketa
Delegation aus Bad Krozingen reist zur Partnerstadt im Süden Japans
Taketa, die japanische Partnerstadt von Bad Krozingen, feierte das 400-jährige Jubiläum des Oka-Fürstentums. Eine Delegation von Bürgern aus Bad Krozingen, Verwaltung und Mitgliedern von Verbindungen International Bad Krozingen (VIB) reiste aus diesem Anlass nach Japan.
Nach einer über zwanzigstündigen Reise wurde die Delegation nach Mitternacht von Repräsentanten der Stadt und von den Gastfamilien sehr herzlich empfangen. Nach einem köstlichen Buffet, das die Gastfamilien vorbereitet hatten und den offiziellen Begrüssungsreden begab man sich zu den Gastgebern nach Hause, jedoch nicht ohne das übliche „Bansai“, einem Schlusswort, das sich den guten Beziehungen widmete und mit einem kräftigen Schluck Sake endete.
Tags darauf unternahmen die Gastfamilien mit den Bad Krozinger Gästen unterschiedliche Touren in die nähere Umgebung. Am späten Nachmittag traf sich die Delegation zu einer Gesangsprobe um anschliessend an der offiziellen Empfangsveranstaltung der Jubiläumsfeierlichkeiten im Hotel Iwakia in Taketa teilzunehmen. Unter den rund 200 geladenen Gästen waren auch weitere deutsche Gäste aus Leipzig und Tabertz in Sachsen. Mit Leipzig verbindet die Stadt Taketa das Studium ihres Komponisten Rentaro Taki.
Tags darauf fand im Bürgerhaus Kuju, einer Teilgemeinde von Taketa, der Festakt statt, zu dem auch der stellvertretende Präfekt der Präfektur Oita, Nachfahren der ehemaligen Feudalherren sowie die Partnerstaedte Sendai, Nakano, Yanagawa, Nobuoka und Bad Krozingen geladen waren.
Der Festakt war auch Anlass, verdienten Bürgern von Taketa die Ehrenbürgerschaft zu verleihen. Eine ganz besondere Ehre wurde Roland Hinderle zuteil, dem für seine Verdienste um die Partnerschaft in ueber 20 Jahren ebenfalls die Ehrenbürgerschaft verliehen wurde.
Bürgermeister Dr. Ekkehart Meroth überreichte seinem Amtskollegen Katsuji Shuto symbolisch eine Vita Classica Rose, nachdem vor dem Festakt beim Thermalbad Gozenyu in Naoiri, das mit der Vita Classica Bad Krozingen schon viele Jahre partnerschaftlich verbunden ist, mehrere dieser rotblühenden Rosen gemeinsam eingepflanzt wurden.
Der Nachmittag klang aus mit der Besichtigung der von dem Hochwasser im Juli dieses Jahres besonders stark betroffen Stadtteile in dem auch zwei Einwohner ums Leben kamen. Zuvor übergab Bürgermeister Dr. Meroth symbolisch einen Spendenscheck für die von der Überschwemmung besonders stark betroffenen Bürger. Abends folgte mit einer Aufführung des traditionellen japanischen No-Theaters der kulturelle Höhepunkt der Feierlichkeiten.
Am Sonntag-Morgen wurde unterhalb der historischen Burgruine das Replikat der Santiago-Glocke feierlich enthüllt und geläutet. Diese Glocke spielte beim Tod des ersten Oka-Fürsten vor 400 Jahren eine wichtige Rolle. Die Überlieferung sagt, dass das Original, das die Form einer christlichen Glocke und nicht die runde Form der buddhistischen Glocken hatte und heute in einem Museum aufbewahrt wird, anlässlich seines Todes gestiftet wurde, weil die Frau des Fürsten der christlichen Glaubensgemeinschaft angehörte. Nach einem gemeinsamen Mittagessen und einem japanischen Kochkurs für die deutschen Gäste, veranstaltete die Stadt Taketa im Hochplateau-Landsitz Kuju eine Abschiedsfeier für die deutschen Besucher. Auch hier wurde man mit großer Herzlichkeit und einem perfekt organisierten Programm, zunächst von der Wadaiko-Gruppe Taketa (traditionelle Trommler), empfangen. Anlässlich dieser Feier wurde Werner Sopka für seine großen Verdienste um den Weinhandel der NAKRO mit Taketa geehrt. Musikalische Beiträge der Gäste und der Gastgeber rundeten den freundschaftlich geprägten Abend ab.
Bei dieser Gelegenheit verabschiedeten die beiden Bürgermeister Roland Hinderle in den Ruhestand mit dem Hinweis künftig im Rathaus von Taketa für die Städtepartnerschaft arbeiten zu dürfen.
Bevor die Delegation zu einem Besuch auf die japanische Nordinsel Hokkaido aufbrach, bot sich am Montag beim Parkgolf, einer Mischung aus Minigolf, Golf und Crocket, die Gelegenheit zur Vertiefung der persönlichen Kontakte mit den Gastfamilien und anderen Bürgern aus Taketa, insbesondere mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Taketa.
Nach dem Flug über Tokio nach Hakodate auf der nördlichen Insel Japans, wurde die Delegation dort vom stellvertretenden Oberbürgermeister empfangen. Dabei stand die Atomkraftnutzung im Mittelpunkt, weil Hakodate im Fruehjahr 2011 ebenfalls vom Tsunami betroffen war, allerdings ohne grössere Schaeden. Dennoch ist man dort besorgt, weil ganz in der Nähe aktuell der Neubau eines Atomkraftwerkes wieder aufgenommen wurde.
Am Nachmittag beim Besuch eines Kindergartens stand mehr der Spass im Vordergrund und das Interesse der Kinder an den „langen Nasen“, wie man die Deutschen in Japan vielfach nennt. Anschliessend bestand für die Delegationsmitglieder noch die Möglichkeit, Kimonos anzuprobieren und über dieses traditionellen Kleidungsstücke mehr zu erfahren.
Die Heimreise führt die Bad Krozinger noch an Vulkanen und Wintersportorten vorbei bis nach Sapporo, von wo aus am Samstag der Heimflug angetreten wird. Im Gepäck sind viele positive Eindrücke von Japan und die Erinnerung an eine kurzweilige Reise und sehr gastfreundliche Menschen. |
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